Gemeinschaftsgrab der Evang. Kirchengemeinde

Grab
Friedhöfe erzählen uns viel davon, wie Menschen in einem Ort leben. An alten Familiengräbern sehen wir Familien, die über Generationen an einem Ort wohnen, gepflegte und verkommene Gräber zeigen, wie oft ein Grab besucht wird. Und irgendwann einmal muss ich darüber nachdenken, wo ich selbst meine letzte Ruhestätte haben möchte. Wenn Sie über unseren Bergfriedhof (Schönau a. K.) gehen, machen Sie vielleicht auch die Beobachtung: Er verändert sich. Es gibt immer mehr freie Flächen. Wo früher ein großes Grab war, wird Rasen gesät, Lücken entstehen. Dafür nimmt die Zahl der kleineren Urnengräber stetig zu, ebenso die Zahl der anonymen Bestattungen.

Das entspricht dem Leben in unserer Gesellschaft. Oft hören wir Hauptamtlichen bei Besuchen, wenn das Gespräch auf die „letzten Dinge“ kommt, Gemeindeglieder sagen: „Ich habe niemanden, der sich einmal um mein Grab kümmert.“ Eine anonyme Bestattung, die keine Grabpflege benötigt, ist dann für viele die einzige Möglichkeit, die sie sehen. Und öfter einmal spüren wir dann ein gewisses Unbehagen, denn eigentlich wünschen wir uns das doch - dass jemand sich an uns erinnert, ans Grab geht, wir nicht vergessen sind.

Es passt also für eine Kirchengemeinde, ein Gemeinschaftsgrab für unsere Gemeindeglieder zu errichten. Dank einer Erbschaft sind wir nun Grabbesitzer. Der Kirchenvorstand hat in seiner Sitzung im Juli 2015 die Modalitäten dazu beschlossen. Wer sich in seinem Leben unserer Kirchengemeinde verbunden fühlt, kann in dieser Gemeinschaft seine letzte Ruhestätte finden. Wir glauben, das ist für manche Gemeindeglieder eine gute Alternative zu anderen Bestattungsformen. Unser Grab ist ein Urnengrab, es wird gepflegt und besucht und ist somit ein Ort, an dem Erinnerung möglich ist. Die Grabkosten haben wir so festgelegt, dass sie annähernd den Urnengemeinschaftsgräbern für 12 Jahre entsprechen.

Wenn Sie sich für diese Art der Bestattung interessieren, nehmen Sie mit unserem Pfarramt Kontakt auf (Tel. 08652 2583).