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Insula-Kirche in Strub (Bischofswiesen)

Insulaweg 1, 83483 Bischofswiesen
(GPS: 47.6270,12.9675)

Umgebungsplan

Am 06.05.1951 wurde das damals so genannte „Evangelisch-Lutherische Altenheim” in der Strub feierlich eingeweiht. Bei diesem Festakt in Anwesenheit zahlreicher hochrangiger Ehrengäste wurde auch die Insula-Kirche ihrer Bestimmung übergeben. Die Insula war im sog. III. Reich als eine BDM-Schule geplant und diente nach 1945 überwiegend lettischen Flüchtlingen als Herberge.

Die heutige Insulakirche war ursprünglich als Turnhalle vorgesehen und wurde dann zur Kirche umfunktioniert.

Die beherrschenden Wandmalereien im Kirchenraum wurden bis Ende 1950 von Erich Gindler als Auftragswerk für die IRO (International Refugee Organization) geschaffen. Sie sind etwas gewöhnungsbedürftig – v. a. durch die riesigen Gestalten, die Farbgebung und die teilweise strengen, fast harten Gesichter.  Erich Gindler nahm lettische Flüchtlinge, die in der Insula eine Bleibe gefunden hatten, als „Modelle” für seine Malereien. Diese Flüchtlinge waren geprägt von schweren Schicksalen, was sich in ihren Gesichtszügen widerspiegelte – sicher mit ein Grund dafür, dass die Bilder so herb wirken.

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