Tansania-Arbeitskreis

Partnerschaft Berchtesgaden – Bumila/Tansania (seit Mai 1991)

"Gott zaubert nicht, Gott
fügt" ... (25 Jahre Tansaniapartnerschaft)
Festschrift zum 25-jährigen Partnerschaftsjubiläum im Gemeindebrief Juli-Oktober 2016 Flyer „Tansania-Bäckerei“ Bilder aus dem Wirken des Tansaniakreises 


Die Partnerschaft der Gemeinde Berchtesgaden mit Bumila ist endgültig den Kinderschuhen entwachsen. Die Schüler und Kleinkinder von damals sind heute Erwachsene, leben nicht mehr im Dorf, gehen im nächstgrößeren Ort einer Arbeit oder Ausbildung nach oder haben eigene Familie mit Kindern.

Vieles ist seit 1991 mit Hilfe der Spenden aus der Berchtesgadener Kirchengemeinde in Bumila, Mbori und Mlenga entstanden. Die Partnergemeinden können eine erfreuliche Bilanz ziehen:

  • 1992 begann die Hilfe mit dem Baumpflanzprojekt für die Wiederaufforstung aus der Konfirmationskollekte.
  • 1994 konnte die 6 km lange Wasserleitung mit 3 Zapfstellen und Wassertanks erneuert und eingeweiht werden.
  • 1995 kam die Maismühle mit einem Haus dazu.
  • 1996 zog Reverend Angetile in ein neues Pfarrhaus mit 2 Gästezimmern ein.
  • 1998 wurde im Dekanat Traunstein der Schülerfonds eingerichtet. Die Gemeinde Berchtesgaden fördert mit Spenden über diesen Fonds pro Jahr 15 - 20 Schüler und Schülerinnen aus Bumila, Mbori und Mlenga.
  • Frau Erika Dannholz hat bis 1998 wesentlich zum Erfolg der Partnerschaft beigetragen.
  • 1999 weihte Dekan Stritar in Bumila den Kindergarten für 30 Kinder ein. Die zweijährige Ausbildung und das Gehalt der Kindergärtnerin wurde ebenfalls von Berchtesgaden finanziert.
  • 2002 konnte die neue Kirche mit Glockenturm von Bischof Dr. Mwamasika im Beisein einer kleinen Abordnung aus Berchtesgaden geweiht werden.
  • 2006 wurde ein Kindergarten in Mbori, Nachbarort von Bumila, mit zwei Räumen und Latrinen mit Hilfe von Spenden gebaut und vom Bischof im Juli geweiht. Der Kindergarten wird mit zwei Gruppen geführt (insgesamt 70 Kinder). Auch das Gehalt der zweiten Kindergärtnerin wird von Berchtesgaden übernommen.
  • 2008 - 2010 entstand mit Spendengeldern ein weiterer Kindergarten in Mlenga für 90 Kinder. Der Bischof von Morogoro nahm die Weihe vor.
  • Reverend Amon Mponzi ist seit 2010 für die Gemeinden Bumila und Mbori zuständig.
  • Im Juni 2016 konnte in der Christuskirche das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft Berchtesgaden - Bumila mit Trommelgruppe und Gospelchor gefeiert werden.
  • 2017 wurde nach 4-jähriger Bauzeit die Grundschule mit 3 Klassenräumen fertiggestellt.
  • 2017 entststand in Bumila auch eine Bäckerei, in der felißig Brot gebacken wird.
  • Von allen großen Dächern wird das Regenwasser in große Tanks geleitet.

Besonders wichtig waren auch die gegenseitigen Besuche, mit denen die Partnerschaftsbande für die Zukunft fester geknüpft und ein gegenseitiges Verständnis hergestellt werden konnte:
3 Reisegruppen aus dem Dekanat Mpwapwa besuchten im Dekanat Traunstein einige Kirchengemeinden (1994, 1998, 2004). Die Tansanier waren jeweils mehrere Tage in unserer Berchtesgadener Gemeinde untergebracht und haben am Gemeindeleben und an Festlichkeiten der Kirchengemeinde (Dekanats-Kirchentag 1998) teilgenommen. Sie konnten dabei diverse Einrichtungen besichtigen und viele Informationen erhalten.
Ebenso reisten aus dem Dekanat Traunstein Reisegruppen mehrfach nach Tansania zum Partnerdekanat.

Sehr wünschen und hoffen wir, dass die älteste Partnerschaft im Dekanat Traunstein noch lange so erfolgreich bestehen bleibt. Gott möge diese Partnerschaft mit Bumila, die unter dem Pfingstsegen 1991 begann, weiterhin begleiten und behüten und seine schützenden Hände darüber halten.

Ebenso hoffen wir, dass die Kirchengemeinde Berchtesgaden diese Partnerschaft weiterhin trägt und die Projektplanungen wohlwollend unterstützt. Wir wollen auch zukünftig den Schwachen helfen und mit den Armen teilen.

Für die bisherigen und künftigen Spenden sowie Hilfestellung bei den Projektverwirklichungen in der Partnergemeinde Bumila, Mbori, Mlenga sagen wir Ihnen stellvertretend für die Christen in Tansania ganz herzlichen Dank:

„ASANTE SANA!“

Annegret Gaffal