Jetzt fangen wir zum Singen an!

Adventsmusi in der Ramsauer Kirche „Zum Guten Hirten“

„Jetzt fangen wir zum Singen an; vernehmet all, was sich getan.“, so beginnt ein altes Adventslied von Tobi Reiser, das Menschen adventlich einstimmen und auf Weihnachten hinführen will. In dieser lieb gewonnenen Tradition stand auch in diesem Dezember wieder das Adventssingen in der evangelischen Kirche in der Ramsau, zu dem Stefan Hollrieder zehn junge Leute mitgebracht hatte, denen es gelang, mit ihrer natürlichen Spielfreude den Menschen zu helfen, aus dem Lärm und der Hektik des adventlichen Alltags zu innerlicher Ruhe zu finden, sich durch Musik und Texte öffnen und auf die eigentliche Botschaft dieser Zeit vorbereiten zu können.

Sofia an der Zither, Dominik an der Gitarre und Christina am Hackbrett begannen mit einem Andachtsmenuett und gaben mit ihrer Saitenmusi den Rahmen und damit die wohltuende Atmosphäre des Abends vor – dass nämlich die Sehnsucht der Menschen nach Frieden keine Illusion ist, sondern gerade der Advent davon berichtet, wie diese Sehnsucht eine andere, friedlichere Welt verheißt. Sophie und Magdalena steuerten dazu mit ihren Klarinetten gekonnt die tieferen und warmen Töne bei, während Stefan und Simon Hollrieder zeigten, wie harmonisch und gut zusammenklingend Vater und Sohn auf ihren Flöten musizieren. Die Rothn Dirndln mit ihren jugendlich-klaren Stimmen sangen berührend von der Dunkelheit der Welt und eben dieser Sehnsucht der Menschen nach einem Retter. Und Paul spielte auf seiner wunderschönen Ziach hoch konzentriert und mit großem Können Tiroler Weisen, wobei vor allem das Stück von Herbert Pixner viele ZuhörerInnen beeindruckte.

Zur Musik fügten sich die passenden Texte: Pfarrer Christian Gerstner erzählte vom verlorenen, dann aber doch wieder gefunden Adventszauber und Pfarrer Peter Schulz las rückblickende Gedanken des Josef, der über seine Rolle im Weihnachtsgeschehen nachdachte und darüber, was denn genau sein Sohn Jesus alles ins Rollen gebracht hatte. Die Zeit mit den Musikern war allen zum Geschenk geworden, wie Pfarrer Gerstner es nannte; und sie hatte Gemeinschaft geschaffen. Ein gemeinsam gesungenes „Macht hoch die Tür“, ein zusammen gesprochenes Vaterunser und der Segen von Pfarrer Schulz für die Adventszeit rundeten diesen erfüllenden Abend ab.

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Ursula Kühlewind