Freude – Hoffnung – den Weg bereiten

Gedanken, Musik und Lieder zum Advent

Mit Tönen und mit Worten helfen, zur Ruhe zu kommen und sich auf den Advent vorbereiten zu können, dazu gab es heuer endlich wieder, unter Einhaltung aller Corona-Regeln, drei stärkende und auch gut besuchte Auszeit-Adventsandachten in der Christuskirche: Pfarrer Dr. Josef Höglauer hatte als Motto für seine Texte und Gebete die „Freude“ gewählt – unterstützt von der wunderbaren und fröhlich stimmenden Musik des Duos Kastner-Schmid. Bei Pfarrer Christian Gerstner lautete das Motto „Hoffung“, das die Winkler Geigenmusi mit den schönen, von Roland Beier komponierten Stücken in stimmungsvolle Töne umsetzte.

Die dritte Auszeit stand nun unter dem Motto „Bereitet dem Herrn den Weg“. Den musikalischen Rahmen schenkte hier die Unterstoaner Stubenmusi, deren feine Weisen wieder die Seelen berühren konnten. Zur Begrüßung führte Diakon Markus Sellner mit dem Wort der Wegbereitung den scheinbaren Widerspruch aus, wie Gott sowohl anwesend sei – z. B. im Friedenslicht am Taufbecken und in den Kerzen am Adventskranz, aber dennoch in der Christnacht auch ankäme. Sellner ging Fragen nach, wie denn etwa ein Weg für Gott aussehen könne. Wo und wie Menschen heute ankommen wollten.

Adventsandacht DSC02173 Unterstoaner Stubenmusi DSC02169

Jetzt aber im Advent seien alle Menschen dazu eingeladen, Raum in ihren Herzen zu geben, um Gott dort ankommen zu lassen. Voraussetzung dafür sei allerdings, bei sich, in der eigenen Mitte, in der Ruhe sein zu können. Dann würde sich das Leben auf das konzentrieren, was wichtig sei. Advent als Einkehr und eventuell als Umkehr und Neuausrichtung erleben. Dann könne zur Christnacht Jesus kommen, um dem eigenen Weg Richtung zu geben und dem Leben einen Sinn, führte Sellner aus. Die Andachten im Advent hatten dazu die nötigen und anregenden Gedanken beigetragen, während der harmonische Zusammenklang der Instrumente die Herzen bewegen konnte.

Ursula Kühlewind